Das Wappen des Niels Stensen
Stensen wurde 1638 in Kopenhagen geboren und war ein in ganz Europa berühmter und angesehener Mediziner, Anatom und Naturforscher. Ab dem Jahre 1680 war er als Weihbischof für Münster und Paderborn tätig. Die Tafel bezeugt, dass der Weihbischof den Neubau der Kapuzinerkirche am 4. Juni 1683 im Auftrag des schwer erkrankten Fürstbischofs Ferdinand von Fürstenberg weihte.
Orgel
Im Jahre 1987 wurde eine Orgel der Firma Sauer in die ehemalige Kapuzinerkirche eingebaut. An der Orgelbrüstung befindet sich das Wappen des Kardinal Lorenz Jaeger. Er konsekrierte die Kirche am 20. Januar 1952 neu.
Kirchenfenster
Die Kirchenfenster stammen aus der Paderborner Glasmalerei Peters, nach Entwürfen des Künstlers Nikolaus Bette aus Essen. Sie stellen einen Franziskus- und einen Christuszyklus gegenüber, beginnend rechts von der Orgel im Uhrzeigersinn:
- 1. Sonnengesang des heiligen Franziskus
- 2. Kein Fenster
- 3. Szenen aus dem Leben des heiligen Franziskus (der heilige Franziskus gibt seinen ganzen Besitzt an den Vater zurück)
- 4. Der heilige Franziskus predigt den Tieren/den Vögeln
- 5. Der heilige Franziskus empfängt die Wundmale Christi (Stigmatisation)
- 6. Auferstehung Jesu
- 7. Kreuzigung Jesu
- 8. Bergpredigt Jesu
- 9. Der zwölfjährige Jesus im Tempel
- 10. Die Versuchung in der Wüste
- 11. Der thronende Christus als Herrscher über Himmel und Erde
Skulpturen
In den Nischen der Seitenwände stehen sechs Ordensgründer:
- der heilige Bruno (Kartäuser)
- der heilige Franz von Assisi (Bettelorden der Minderen Brüder: Franziskaner, Kapuziner, …)
- der heilige Norbert (Prämonstratenser)
- der heilige Dominikus (Predigtorden: Dominikaner)
- der heilige Benedikt von Nursia (Benediktiner)
- der heilige Antonius der Einsiedler (Wüstenväter, gilt als Vater des Mönchtums)
Der heilige Liborius:
- war früher Bischof von Le Mans (Partnerstadt von Paderborn)
- im Jahre 836 soll ein Pfau – während der Überführung seiner Reliquien von Le Mans nach Paderborn – der Prozession vorangeflogen sein und den Weg nach Paderborn gewiesen haben
- Liborius ist nicht nur Schutzpatron des Erzbistums und der Stadt Paderborn, sondern auch Namensgeber des Liborianums
Hochaltargemälde
Der Hochaltar, welcher sich seit 1962 in der Kapuzinerkirche befindet, stammt aus einer Kapelle in Schildesche bei Bielefeld. Zu der ursprünglich reichen barocken Innenausstattung gehörte ein Hochaltar, der die Stigmatisierung des heiligen Franziskus zeigte. Dieser wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.
Das große Ölgemälde ist das Werk des flämischen Malers Antonius Willemssens. Das obere Gemälde stammt wahrscheinlich aus dem 18. Jahrhundert und zeigt den heiligen Liborius kniend vor Maria mit dem Jesuskind.